Graphologische Gutachten vs. Schriftvergleichung:
Ein Vergleich der Methoden
In der Welt der Handschriftanalyse existieren zwei unterschiedliche Ansätze, die oft verwechselt werden: graphologische Gutachten und Schriftvergleichung. Beide Methoden nutzen die Handschrift als Grundlage, jedoch um unterschiedliche Fragestellungen zu beantworten.
Was ist ein graphologisches Gutachten?
Die Graphologie ist die Lehre der Handschriftdeutung. Graphologische Gutachten zielen darauf ab, durch die Analyse der Handschrift Rückschlüsse auf die Persönlichkeit eines Menschen zu ziehen. Diese Methode basiert auf der Annahme, dass bestimmte Merkmale in der Handschrift individuelle Charakterzüge widerspiegeln können.
Daher wird die Graphologie häufig im Personalwesen oder in der Berufsberatung eingesetzt.
Was ist Schriftvergleichung?
Im Gegensatz zur Graphologie beschäftigt sich die Schriftvergleichung – auch forensische Schriftgutachten genannt – nicht mit der Persönlichkeit des Schreibers, sondern sie dient der Urheberidentifizierung einer in Frage stehenden Handschrift. Diese Methode wird in der Regel angewendet, um herauszufinden, ob ein bestimmtes Schriftstück von einer bestimmten Person verfasst wurde oder nicht.





